Demokratische Verhaltensweisen

 

Test

"... denn Demokratie ist ein lebenslanges Projekt, das nie been­det ist."

 

Was heißt das?

Kinder lernen Demokratie, indem sie erleben, als einzigartiges Individuum in der Gemeinschaft wahrgenommen und anerkannt zu werden. Sie eignen sich Kompetenzen für ein demokratisches Zusammenleben an, wenn sie ihren Bedürfnissen, Interessen und Vorstellungen durch Aushandlungsprozesse in einem grundsätzlich gleichberechtigten Miteinander Raum und Beachtung verschaffen können. Sie wachsen in eine demokratische Alltagsstruktur hinein, indem sie ihr Recht ausleben, sich an der Gestaltung des alltäglichen Zusammenlebens zu beteiligen und an den wichtigen Entscheidungen mitzubestimmen.

 

Was bedeutet das für unsere Arbeit?

Die Eltern-Kind-Gruppe Nottuln ist ein Ort, an dem Mädchen und Jungen erfahren: Ich gehöre dazu. Ich bestimme mit. Meine Gefühle und meine Meinung sind wichtig. Ich werde beachtet und geachtet. Auf mich kommt es an. Ich habe Einfluss auf das, was um mich herum passiert. Ich werde nicht beschämt. Ich werde beschützt. Ich habe eigene Rechte. Wir verschaffen den Kindern in unserem Kindergarten einen Erfahrungsraum, in dem sie ein Gefühl für sich selbst entwickeln und für sich herausfinden können, was sie wollen und was sie brauchen, um dieses Erlernte dann mit den Rechten der anderen in Einklang zu bringen. Folgende Überlegungen sind uns dabei wichtig:

  • Inwieweit trägt unsere pädagogische Arbeit dazu bei, dass Kinder Selbstvertrauen aufbauen?
  • Können die Kinder bei uns lernen, sich selbst und andere zu achten? Was tun wir dafür, dass die Kinder fair miteinander umgehen?
  • Wie lernen sie, Interessen und Bedürfnisse in der Gruppe auszuhandeln?
  • Beteiligen wir die Kinder ausreichend an Entscheidungen im Alltag?
  • Regen wir sie ausreichend an, ihren Selbstbildungsprozess zu fördern?

 

Voraussetzung für das Vermitteln demokratischer Grundlagen in unserem Kindergarten ist, dass wir pädagogischen Mitarbeiter uns immer wieder selbst in Demokratie üben, miteinander in einen gleichberechtigten Dialog gehen und uns als Lehrende und Lernende zugleich begreifen - auch und besonders gegenüber den Kindern.